Bündnisgründung
Bruchhausen-Vilsen, 4. September 2026
Bericht über die Gründungsveranstaltung
des Bündnisses Bruvi demokratisch
Unsere Samtgemeinde hat eine wichtige Initiative mehr für den Zusammenhalt in Bruchhausen-Vilsen, für den Erhalt von Gemeinschaft, demokratischen Werten und solidarischer Haltung: Am Freitag haben 170 Menschen und viele Organisationen das Bündnis „BruVi demokratisch“ gegründet. Dieses Netzwerk aus Vereinen, Organisationen, Unternehmen und vielen Einzelpersonen steht ein für Respekt, Vielfalt und Schutz der Demokratie.
Die Veranstaltung im LiCa war kein formalistischer Akt, sondern ein Gründungsfest mit vielen Reden und Livemusik von der Kleinen Dorfkapelle. Premiere hatte ein gemeinsamer Auftritt vom Projektchor Martfeld und dem Haus-am-Markt-Chor. Eine Feier von Menschen, die sich persönlich engagieren wollen für den gegenseitigen Rückhalt, die persönlich Verantwortung übernehmen wollen für unser Gemeinwesen.
Die Reden machten deutlich, worum es allen geht:
Jenny Döhl betonte die Rolle der bundesdeutschen Verfassung als Fundament für unsere Gesellschaft und zeigte: „Manchmal wird das Grundgesetz nicht im fernen Berlin verteidigt, nicht im Bundestag und nicht in großen Talkshows. Manchmal wird es in einer kleinen norddeutschen Gemeinde verteidigt.“ Weiter: „Der Ton in unserem Land wird rauer. Hass und Hetze vergiften Debatten und sickern immer tiefer in unseren Alltag ein. Es wird wieder versucht, Menschen in Gruppen einzuteilen, sie abzuwerten und gegeneinander auszuspielen. Wenn wir heute Hass und Hetze zulassen, dann beschädigen wir unser Fundament.“
Thomas Warnke, der 1. Vorsitzende des SV Bruchhausen-Vilsen, forderte alle Menschen auf, Haltung zu zeigen, einzustehen für Demokratie und Menschenwürde – im Verein, am Arbeitsplatz, in privaten Zusammenhängen.
Peter Henze konstatiert: „Die Missachtung von Grundsätzen der Mitmenschlichkeit, die wir in allen ethischen Konzepten, Religionen und Philosophien finden, markiert die Grenze des Verhandelbaren. Und jede Nähe und Kooperation mit Parteien und Organisationen – und all dem was schon einfach jenseits des Strafrechts an Kulturkampf angekündigt wird – bedeutet Normalisierung des Unmenschlichen. Dem stehen wir entgegen und das Bild dafür heißt Brandmauer. Es ist eine Haltung, aus der dem Ja zu Demokratie auch ein Nein zu ihrer Zerstörung erwächst.“
Während der Veranstaltung begleitet "Die kleine Dorfkapelle" zwischen den Redebeiträgen mit einem großartigen Musikprogramm.
Am Ende der Versammlung sangen alle Anwesenden gemeinsam den vertonten Artikel 1 der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Mitmenschlichkeit begegnen.“
Danach knüpften die Anwesenden zusammen ein Netz aus den bunten Bändern, die am Beginn der Veranstaltung verteilt wurden.


